Neues aus der Presse

„Der akademisch ausgebildete, international renommierte Künstler ist ein musikalisches Kraft- und Gesamtpaket: Er kann selbst versiert Stücke schreiben, er spielt sein Instrument perfekt, er ist nicht zuletzt ein fähiger Interpret fremder Kompositionen. Dadurch (und durch reichlich Erfahrung und Intuition) ist Legnani eine Art mächtiger musikalischer Zaubermeister, der gleich über ganz verschiedene Facetten der Musik komplette Stimmungs- und Gefühlswelten erschaffen kann. Im Theodor-Zink-Museum zeigte Roberto Legnani die ganze Breite seines Könnens in einem entsprechend großzügig abgesteckten Repertoire-Feld. […] Große und verdiente Aufmerksamkeit erfuhr der von biblischen Inhalten inspirierten „Moods From The Song Of King David“ aus Legnanis eigenem Schaffen. Speziell in jener stimmungsvollen Komposition – unmittelbar vor die Pause als ein fulminanter Höhepunkt des Konzerts gesetzt – zeigten sich die Qualitäten Legnanis. In enger Kooperation von treibender Kraft und intensivem Ausdruck ließ der hochkonzentriert agierende Musiker hier ein beeindruckendes Netzwerk aus komplizierten Passagen entstehen. Nicht nur in diesem Werk klang es da über weite Strecken hinweg so, als sei mehr als nur ein einziges Instrument zu hören. […] Notenmaterial brauchte Legnani im Übrigen für keines der vorgetragenen Stücke. Er spielte komplett auswendig, nur getragen von seinen technischen Fähigkeiten und seinem Einfühlungsvermögen. Alles floss hier unmittelbar über seine Person in die Gitarre als scharf fokussiertem Endpunkt des künstlerischen Prozesses. Das war faszinierend in jeder Passage der Darbietungen. […] Kein Zweifel auch nach dem letzten Ton, dass hier in der Tat etwas Großes mit äußerlich nur wenigen Mitteln geboten wurde.“

Von Andreas Keller, Die Rheinpfalz, Kaiserslautern

Roberto Legnani ist ein begnadeter Musiker, ein Künstler, dem es mit wenigen Tönen gelingt, ganze Welten im Kopf der Zuhörer entstehen zu lassen. Er spielt seine so klanglich tiefengesättigte und weiche Gitarre so farbenreich und so ausdrucksstark, dass man, kaum hat er angefangen zu spielen, sogleich in anderen Sphären ist. […] In der spanischen Musik dieses Konzerts namentlich von Albeniz und Tarrega ist Legnani genauso selbstverständlich zu Hause wie in Südamerika oder Italien. Er hat nicht nur das ganz spezielle Gespür für die rhythmischen Feinheiten dieser Musik, sondern auch für die weiten Bögen der Melodien und der ihnen innewohnenden Charakteristik. Da passte alles bestens. […] Höhepunkt dieses Konzerts aber wurde zunächst ein eigenes Stück des Gitarristen, in dem dieser auf kleinstem Raum eine äußerste Vielfalt an Gefühlen in Töne gefasst hat. Und dann war da noch ein Stück, über das man gar nicht mehr aus dem Staunen heraus kam, denn Mauro Giulianis sechssätzige „Rossiniane“ erwiesen sich als so schwungvolle wie faszinierende freie Bearbeitungen von Opernmelodien Rossinis, dass man geradezu Spaß daran haben musste. Das war verdammt gut gemachte Musik gekonnt gespielt. 

Von Reinald Hanke, Cellesche Zeitung 

 

Flirrend und geheimnisvoll: Roberto Legnani betört mit der Gitarre – Der legendäre Andrés Segovia sagte einmal, dass die Gitarre den Hörer in einen Traumzustand versetze. So gelang es auch Legnani, eine hermetische Welt zu evozieren. […] Legnani stellt die Schönheit des Klangs seines Instruments in den Mittelpunkt, und der ist betörend. ‚Leyenda‛ von Isaac Albéniz, besser bekannt als ‚Asturias‛, ist wohl das bekannteste Gitarrenstück, das nicht für Gitarre geschrieben wurde. Legnanis Deutung bestach mit einer warmen, tiefgründigen wie gesanglichen Tongebung. […]‚La Catedral‛ ist Agustín Barrios Mangorés berühmtestes Stück, das beim Interpreten hohe Virtuosität voraussetzt. Legnani bot es lautmalerisch dar, besonders anmutig tönte das Andante Religioso. Legnanis eigene Schöpfungen sind folkloristisch inspiriert, durchaus geschmackvoll und fügen sich nahtlos ins Programm. ‚Moods from the Song of King David‛ vereint andalusische wie sephardische Einflüsse. […]”

Von Manuel Wenda, Wiesbadener Kurier

Roberto Legnani

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